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Grenzland-Zine/issue05/technosaurier
2025-07-24 23:19:27 +02:00

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5.7 KiB
Plaintext

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.PSPIC img/ptero.eps
.sp -.3cm
.H1
Technosaurier
.sp -.6cm
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.nr PI 4n
.PP
Ich will nicht behaupten, dass mit Dinos alles besser wäre, aber vielleicht
findest du unter den folgenden Ideen ja etwas, dass eure Erlebnisse am
Spieltisch bereichert. Da es mir nicht um paläontologische Korrektheit geht,
bin ich so frei, neben Dinosauriern auch andere urzeitliche Tiere (z.B.
Mosasaurier) heranzuziehen.
.PP
Saurier können als Teil einer fremdartigen Welt einen Sense of Wonder
unterstützen. Dabei lassen sie sich auf drei Arten ins Setting einbinden: Sie
können als wilde Tiere auftauchen, als Nutztiere einer Gesellschaft, oder sie
können selbst eine Zivilisation hervorgebracht haben. Natürlich kannst du diese
Optionen auch kombinieren oder die Grenzen zwischen ihnen verwischen, z.B.
indem die vernunftbegabten Garudimimus-Saurier von den Humanoiden deiner
außerirdischen Welt als Reittiere genutzt werden. Dadurch werden Themen wie
Sklaverei und Grundrechte aufgeworfen - klärt in eurer Spielrunde, ob und wie
ihr damit umgehen wollt.
.PP
Die Dinos sollten mehr als nur Deko sein. Schaffe Gelegenheiten für
interessante Interaktionen: Klettere den Hals eines Brachiosaurus hinauf, fang
einen Quetzalcoatlus, tauch in einem gläsernen Mosasaurier zu dem
Raumschiffwrack am Meeresgrund, störe die Bündnispolitik der Fürstin des Reichs
der "Tyrannosaurischen Benevolenz", rette die Eier eines besorgten Maiasaurus.
.PP
Wenn deine Gruppe außer dem T-Rex quasi keine Dinos kennt, aber sich trotzdem
über verschiedene Saurier freut, verwende Bilder (über Wikipedia/Wikimedia
Commons findest du viele frei lizensierte Bilder) oder kreative Beschreibungen:
.BU
"Garudimimus sieht aus wie eine Mischung aus Vogel Strauß und Papagei, ein großer Laufvogel mit einem zwei Meter langen, bunt gefiederten Schwanz."
.BU
"Triceratops ist sowas wie ein Nashorn mit drei Hörnern, und der Schädel hat hinten einen breiten Nackenschild, um den Hals zu schützen."
.BU
"Mit seinem gedrungenen, acht Meter langen Körper, kurzen, aber sportlichen Beinen und der massiven Keule am Schwanz erinnert der Ankylosaurus euch an eine Mischung aus riesigem Sportwagen und Baufahrzeug."
.\".LP
.\".PSPIC img/Uhrzeitwesen.eps
.PP
Eine Beschreibung, die Spaß macht und Kopfkino oder Gefühle auslöst, ist besser
als eine korrekte, aber langweilige Schilderung des Aussehens. Ich würde
außerdem nicht mehrere Arten desselben Typus ins Spiel bringen. Wenn du schon
Tyrannosaurier hast, benötigst du wahrscheinlich nicht noch weitere große
Fleischfresser wie Allosaurus und Megaraptor. Falls du doch die Abwechslung
brauchst, dann führe sehr markante Unterschiede im Aussehen oder Verhalten ein.
Gattungsnamen, die man sich gut merken kann, helfen sicher auch: Tarbosaurus,
Carnosaurus und Allosaurus kann man vermutlich leichter verwechseln oder
vergessen als Megaraptor und Dynamoterror. Ja, das sind wirklich
Dino-Gattungen. :-)
.PP
Ich bin übrigens kein großer Dino-Kenner, auch wenn ich Spaß an den Filmen des
\fIJurassic-Park\fR-Franchises habe. Die Animationsserie \fICamp Cretaceous\fI (aus
demselben Franchise) finde ich auch sehr unterhaltsam. Dass ich keine Ahnung
von Paläontologie habe, habe ich hier hoffentlich souverän mit Wikipedia
überspielt.
.PP
Für pulpige Space Fantasy dürfen die Saurier natürlich auch nach Belieben
ungewöhnliche Eigenschaften haben: Cyborg-Dinos mit abgefahrenen Prothesen,
kulturellen Merkmalen oder Unsinn, der auf albernen Wortwitzen basiert -
Hauptsache, es macht Laune! Unten folgt eine Liste zur Inspiration (1W10). Ich
hoffe, in diesem Nest von Ideen findest du etwas für deinen Spieltisch, das
eure Abenteuer bereichert. Viel Spaß!
.IP 1.
Pyroraptor olympius: Mittelgroßer Fleischfresser. Legendär sind die
Lagerfeuerrunden, bei denen die Pyroraptoren ihre Beute am Spieß drehen und
mehrstimmige Gesänge intonieren.
.IP 2.
Maiasaurus: Matriarchale Kultur, die für ihre Gastfreundschaft berühmt, aber
auch für ihre Kriegerkaste gefürchtet ist.
.IP 3.
Legosaurus: Pflanzenfresser mit Noppenkamm auf dem Rücken. Legosaurier gehören
zu den größten Baumeister·innen.
.IP 4.
Velociraptor: Kleine Jäger, von denen viele sich Räder neben ihre
klauenbewehrten Zehen anbringen lassen, so dass sie wie auf Rollerskates noch
größere Geschwindigkeiten erreichen können.
.IP 5.
Tyrannosaurus Flex: Seine Zähne reichen zwar aus, um Beute zu zerteilen, aber
obendrein wurden noch Trennschleifer an seine kleinen Arme montiert. Ebenso
niedlich wie tödlich.
.IP 6.
Pachycephalosaurus: Der mit der harten Glatze. Bockiger Dickschädel. Steht
total auf Feldsalat und Erdbeeren
.IP 7.
Giraffatitan: Riesiger Pflanzenfresser. Langer Hals, langer Schwanz. Viele Giraffatitanen nutzen Neurotech und Cyber-Mods für Augmented Reality.
.IP 8.
Gallimimus: Quasi ein zwei Meter hohes, sechs Meter langes Rennhuhn. In freier
Wildnis bildet Gallimimus Schwärme, die durch die Steppen ziehen. In
Gefangenschaft werden sie für illegale Wettrennen durch die Canyons trainiert.
.IP 9.
Sphärosaurus: Aquatisch, kugelrund (bis 30m ⌀), treibt mit der Meereströmung
und ernährt sich von Kleinstlebewesen, die durch sein Maul (eine große Klappe)
in seinen Hohlmagen geraten. Im Magen leben Perlenmuscheln, Korallen und kleine
Fische symbiotisch mit Sphärosaurus.
.IP 10.
Khaan: Gepflegtes Gefieder, kurzer Schnabel, intelligenter als du denkst
(selbst, wenn du sie bereits für sehr intelligent hältst). Khaans nutzen als
Eingabemethode für ihre Computer nicht Tastaturen, sondern Blickerkennung:
Präzise Bewegungen ihrer Augen, die sie getrennt steuern können, werden von
einer Kamera erfasst und in den gewünschten Input übersetzt. Dabei halten sie
ihre Köpfe geradezu absurd still, selbst wenn sie gleichzeitig auf einem
Crosstrainer laufen.
.Au Jonas
.nr PI 5n