Text von Moritz eingebaut
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@@ -186,6 +186,61 @@ abgekämpfte Gesichter. \textit{Ich nehme die erste Wache.}
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Vielleicht können wir heute einmal zur Ruhe kommen ...
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Vielleicht können wir heute einmal zur Ruhe kommen ...
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\section{Ein neues Ziel vor Augen}
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\by{Moritz}
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Es wurde wirklich Zeit, unser Schicksal wieder in die eigene Hand zu
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nehmen. Zwei Jahre nur überleben, essen, trinken, Schlafplatz
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suchen, Feuer machen, hungrige Wölfe und Schlimmeres fernhalten, das
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ermüdet den Geist. In zerschlissenen Roben liefen wir herum, mit
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Tüchern vor dem Mund gegen den Ascheregen. Wären Liskolf und ich,
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Samo, nicht mit unserer Magie gewesen, wer weiß, ob wir es so lange
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durchgehalten hätten. Vor allem, da wir unseren lebenden
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Schutzschild Tiberius nirgendwo in den Felsspalten finden konnten,
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als der Kataklysmus kam.
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Überhaupt, Magie: Ich bin mir sicher, wenn aus den Trümmern dieser
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Länder neue Mächte auferstehen, dann werden sie von jenen angeführt,
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die die Welt mit Magie neu formen können. Mein Plan ist, bei diesem
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Spiel mitzuspielen und zuallererst altes arkanes Wissen auszugraben.
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Doch eines hatte ich nicht vorhergesehen: dass es so lange dauern
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würde, Hommlet zu finden. Wochenlang brauchten wir, um überhaupt vom
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Berg herunterzukommen. Unten sah nichts mehr aus wie zuvor. Flüsse,
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Gebirgszüge, Wälder sind nicht mehr an ihrem Platz, Ortschaften
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offenbar vom Erdboden verschluckt. Nicht einmal Sonne, Mond und
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Sterne waren uns beim Navigieren eine große Hilfe.
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Zum Glück hatte ich noch genug Gold und Silber übrig, um meine
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kleine Gefolgschaft eine Weile bei Laune zu halten. Doch der
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Münzbeutel wurde immer leichter und wir mussten unsere Suche immer
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weiter in den Süden verlagern, weil der Winter unaufhaltsam näher
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kam. Ich hatte schon beinahe aufgegeben, als wir auf eine Spur
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gestoßen sind.
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Vor einer Woche haben wir eine Schlucht vor uns entdeckt. Die Berge
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im Süden und Norden ragen nur wenige Meter über dem Boden, das Tal
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in der Mitte ist von einer dicken Schicht Staub und Geröll bedeckt,
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man geht hier wie durch tiefen Sand. Doch dieser Ort weckte
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Erinnerungen. Das Grenzland, der alte Grenzposten, die Straße nach
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Hommlet. Wenn ich richtig liege, dann könnten sich die Ruine des
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Dorfes wenige Tagesreisen westlich von hier befinden. Irgendwo dort
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müssen die Schätze und Schriftrollen des Zauberers Burne vergraben
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liegen.
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So nah waren wir noch nie an etwas, das auch nach einem Ziel
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aussieht. Nun will die Ausgrabung gut vorbereitet sein. Ich habe zu
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viel gesehen, um einfach in potentiell magische Ruinen
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hineinzustolpern. Wir haben uns ein Basislager gebaut, Werkzeuge und
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Waffen in Schuss gebracht, Vorräte gesammelt, erste Karten
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gezeichnet.
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Bald ist alles bereit. Unsere erste Expedition ist nicht mehr fern
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und nach langer Zeit spüre ich wieder so etwas wie echte Aufregung
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und Hoffnung. Ich puste Asche und Staub von meinem Zauberbuch. Im
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Schein des kargen Lagerfeuers blättere ich durch die noch leeren
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Seiten. Vor meinem inneren Auge brennen sich die magischen Runen ins
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Papier, die ich bald dort eintragen werde. Neue Zauber. Neue Macht.
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Ein neues Ziel vor Augen, endlich.
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\section{Neue Charaktere}
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\section{Neue Charaktere}
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