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Grenzland-Zine/issue04/forward
2024-09-22 12:40:42 +02:00

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Plaintext

.2C
.ft BMBI
.ps 22
.vs 26
.nf
"daring
schemes"
.fi
.ad b
.PP
Das Titelthema zu dieser Ausgabe,
.I "Domain Games"
hat uns einer unserer Leser vorgeschlagen.
Ich setze das hier an die allererste Stelle, weil genau das für mich
Ziel und Lebenszweck eines Fanzines ist. Aus
.I Feedback
und
.I "User Input"
neuen Inhalt generieren. Ein zeitverzögerter, mit Bedacht geführter
Dialog. Dass ein solcher auch kritisch sein kann,
werden wir gleich noch sehen, aber erst sollten wir einen Blick auf den
Inhalt werfen:
.PP
.I belchion
startet mit einem Artikel über seine Erfahrungen als Fraktionsspieler
in einer politischen Kampagne, und stellt Vorteile und Probleme
dieses Spielsstils heraus.
.I alex
befasst sich eingehend mit Massengefechten, und offeriert
eine entsprechende Regelerweiterung.
Im anschließenden Artikel bemühe ich mich, die für offenes
Kampagnenspiel sinnvollen Regeln heraus zu stellen, die
vielleicht so eine Art Bindeglied zwischen
\fIWar Game\fP (Konfliktsimulation), und Rollenspiel darstellen.
In einer Unterhaltung zu einer seltsamen Zeit an einem
seltsamen Ort besprechen wir das Thema "Spielen in
Echtzeit". Ein wichtiges Thema, Ihr wisst schon ...
(YOU CAN'T HAVE A MEANINGFUL CAMPAIGN IF ...)
.PSPIC "img/dicecamp.eps"
.PP
Haben wir damit das Ziel über
.I "Domain Games"
zu schreiben erreicht? Reicht das aus, um Neueinsteigern
eine Perspektive auf das Fraktionsspiel zu eröffnen? Ich bin
mir nicht sicher, denn
es findet sich hier keine klare Anleitung, kein Kochrezept.
Wir müssen uns
eingestehen, dass wir - obwohl zum Teil Rollenspieler seit
Jahrzehnten - selbst nur wenig Erfahrung mit den wirklich
hohen Spielsstufen haben.
Aber vielleicht zählt die Perspektive.
.I "Gabor Lux"
schreibt: "The best players are able to view this broad horizon
and eventually conquer it. They set long-term goals for their
characters [...]"\**,
.FS
.I "Victory or Death" ,
Gabor Lux, Fight On! #15
.FE
und im 1981er Classic Traveller ist zu lesen: "travellers must boldly plan
and execute daring schemes for the acquisition of wealth and power."\**
.FS
.I "Traveller, Book 3, Worlds and Adventures" ,
Marc W. Miller, 1981, Game Designers Workshop
.FE
Es macht für mich einen großen
Unterschied, ob sich das Spiel in einem
einzelnen Dungeon-Abenteuer erschöpft,
oder ob man von vorne herein im großen Maßstab
der Kampagne
denkt und spielt\**.
.FS
.I "Spielt das Domain Game auch auf niedrigen Stufen!"
Wanderer Bill's Journal,
.nf
https://betola.de/wandererbill/deutsch/
spielt-das-domain-game-auch-auf-
niedrigen-stufen/
.fi
.FE
Wenn es uns gelungen ist, zumindest die Gedanken und die
Experimentierfreude mit dieser größeren Perspektive
anzuregen, dann haben wir das Ziel vielleicht nicht völlig verfehlt.
.PP
Aber dann ist da ja auch noch das zweite Thema dieser
Ausgabe: 50 Jahre D&D!
.I phf
schreibt uns, was seit 1974 aus D&D geworden ist.
Anschließend folgt ein Spielbericht von meinem persönlichen
Jubliläumsspiel, welches wir genau am 27. Januar 2024
spielten.
.PP
Abschließend geht es um den aktuellen Stand der Grenzland-
Kampagne, und wie immer zum Start einer neuen Spielzeit,
gibt es ein paar Anmerkungen zu den Regeln.
.PP
Jetzt kommen wir, wie versprochen, nochmal zum Thema Dialog,
denn ein besonderes Feedback, welches wir für die letzte
Ausgabe bekommen haben, war eine Rezension von \fIJonas Richter\fR\**:
.FS
https://buecher.pnpde.social/
.nf
user/JonasJRichter/review/14160/
s/grenzland-fahrt-zur-see
.fi
.FE
wohlwollend, aufrichtig, und mit
berechtigter Kritik an der richtigen Stelle. Dafür gilt Jonas
unser aufrichtiger Dank.
.PP
Durch den Artikel wurde mir aber
auch ein Umstand klar, den unser Rezensent wahrscheinlich gar nicht
im Visier hatte: Das Grenzland Fanzine wird
als \fIProdukt\fR wahrgenommen. Auch im Wettbewerb, zu dem wir
die letzte Ausgabe erneut eingeschickt hatten, geht es um
Bewertung eines Rollenspielproduktes,
so wie ein Modul, Abenteuer oder Regelwerk es auch sein
könnte. Und als solches muss es sich dann natürlich
auch einer Rezension stellen.
.PP
Tatsächlich sind viele Fanzines ja auch Produkte, in genau
diesem Sinne. Sie benutzen gewissermaßen nur das Format
eines Fanzines, sind aber in Wirklichkeit Module,
Regelerweiterungen, oder Ähnliches.
.PP
Hier ist für mich etwas schräg, verdreht. In meiner Vorstellung
geht es bei einem klassischen Fanzine nicht darum, dass
es ein Produkt ist, sondern dass es ein \fIMedium\fR ist.
Eine Plattform wäre mir deutlich zu hochtrabend, aber
den Sinn trifft der Ausdruck ganz gut. Eine Plattform
wird (in der Regel) nicht rezensiert, sondern ist
der Ort an dem sich Rezensionen über andere Produkte
finden.
.I Wir
sollten hier Produkte von Rollenspielverlagen rezensieren.
Nicht - in gewisser Weise - umgekehrt.
.PP
So dankbar ich dem Team von
.I "System Matters"
bin, denn ohne den Wettbewerb würde es das Grenzland
Fanzine nicht geben, frage ich, ob es nicht an der Zeit
ist, sich
vom Fanzine Wettbewerb zu emanzipieren.
Es gibt dafür auch noch einen wesentlich schlichteren Grund,
der sich in meinem Artikel
.I "In eigener Sache"
findet.
.PP
Was ist also mein
.I "daring scheme"
für die Zukunft dieses Fanzines? Ich werde versuchen mich
weiter zurück zu nehmen, und versuchen die Funktion des
Mediums in den Vordergrund zu stellen. Bleibt zu hoffen,
dass sich dann auch genug Artikel finden. Das Thema der
nächsten Ausgabe ist übrigens
.I "Science Fantasy" .
Einsendeschluss für Beiträge ist der
15. Februar 2025. Ein bisschen Zeit ist also noch. Ich bin
jetzt schon gespannt!
.Au "lkh"