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Grenzland-Zine/issue03/report
Laurens Kils-Hütten 9e320a21ef fast fertig, oder?
2024-04-17 23:41:46 +02:00

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Schiffbruch
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Tiana hat bei Tusila ein gutes Wort für ihren Bruder eingelegt. Timo hat sich
bewährt, hat gezeigt, dass er ein exzellenter Speerwerfer ist, und im Sinne der
Gemeinschaft handelt. Tusila nimmt ihn in ihre Miliz auf, und Timo (vormals NSC, jetzt
Kämpfer, Stufe 1) trainiert in den nächsten Tagen intensiv mit seinen neuen
Waffenbrüdern.
.PP
Nach den nächtlichen Erlebnissen sehnen sich Levi und Timo nach göttlicher
Führung. Sie beschließen zum Vulkan
.I "Fai Lalolagi"
zu reisen. Timo denkt,
dass er dort vielleicht ein besonderes Erz finden könnte, was er in seinem
nächsten Werkstück verarbeiten möchte. Der schlaue Tapu Fuga
schließt sich den beiden an,
ebenso wie Iosua Aseata (NSC), und zwei Kämpfer aus Tusilas Miliz, der
schmächtige Enele Seko (NSC) und Ulasi Pule (NSC).
.PP
Mit einem geliehenen Auslegerkanu stechen sie in See, und segeln bei mildem
Südwind ostwärts, immer an der Nordküste
.I Galteis
entlang. An den ersten Tagen beobachten sie von weitem Delfine,
nächtliches Meeresleuchten und Flugsaurier, die bedenklich nahe heran kommen.
.PP
Am dritten Tag werden sie im Morgengrauen von Iosua geweckt. Das Meer tost, ist
aufgepeitscht wie ein Hexenkessel. Doch es ist kein Sturm. Mit weichen Knien
beobachten Sie, wie zu allen vier Seiten die riesigen Panzer von vier
Drachenschildkröten auftauchen. Es ist, als würden kleine Inseln durch die
kochende See ostwärts an ihnen vorbei schwimmen. Was folgt ist eine Serie von
Rettungswürfen …
.PP
Levi, Timo und Enele gehen über Bord, Tapu versucht mit den zwei anderen das
Boot irgendwie zu wenden und unter Kontrolle zu bringen. Levi wird auf dem
Panzer einer der Schildkröten aus dem Wasser gehoben, fast zehn Meter über die
Wasseroberfläche. Er versucht sich mit seinem Seil an einem alten
ausgeblichenen Baumstamm zu sichern, der sich in den Furchen der riesigen
Knochenplatten auf dem Rücken der Schildkröte verklemmt hat. Doch dann bemerkt
er, wie das Tier wieder beginnt zu tauchen. Mit dem Mut der Verzweifelung
beginnt er nach hinten zu rennen. Vielleicht kann er unter dem Rand des Panzers
irgendwo eine Stelle finden, unter der sich eine Luftblase fangen würde, wenn
die Schildkröte taucht? (o.k., sagt der Spielleiter, 5% Chance, mit einer
.I "natural twenty"
klappt das). Keine Chance, Levi fällt erneut ins Wasser und wird
vom Sog der tauchenden Schildkröte mitgerissen. Er kann nicht sehen, wie etwa
dreißig Meter vor ihm das Boot mit dem tauchenden Schildkrötenpanzer
kollidiert, und in tausend Stücke zerissen wird.
.PP
Irgendwann kommt das Meer zur Ruhe. Die Schildkröten sind weg. Die sechs
Schiffbrüchigen halten sich an Holzplanken fest. Ihre Ausrüstung müssen sie
aufgeben und im Meer versinken lassen. Sonst haben sie keine Chance. Bis zur
Küste sind es ungefähr sieben Meilen.
.PP
Sie schwimmen den restlichen Tag südwärts so gut sie können, irgendwie auf die
Insel zu. Sie benutzen die Reste ihres Bootes als Schwimmhilfen. Enele ist
blass, sagt er kann nicht mehr. Timo zieht ihn auf eine Planke und nimmt ihn
mit. Es geht nur langsam voran. Die Sonne brennt, das Salz macht ihnen zu
schaffen. Spät, als es dämmert bemerkt Tapu, dass Enele nicht mehr atmet. Doch
Timo will nicht aufgeben, er wird seinen Gefährten an Land bringen … allen
schwinden die Sinne.
.PP
Am nächsten Morgen werden die Abenteurer wach, sie können sich kaum rühren,
liegen irgendwo im Sand. Alles ist salzig, in der Nähe ist Meeresrauschen. Es
riecht nach Feuer. Eine fremde Stimme singt ein Bestattungsritual. Enele ist
auf dem Weg in die Nachwelt … übermächtige Müdigkeit.
.PP
Levi, Timo, Tapu, Iosua und Ulasi sind an einen kleinen unscheinbaren Strand an
der Nordküste Galteis gespült worden. Hier wohnen drei Fischerfamilien.
Mataio Nanai lässt sich die Geschichte der Abenteurer erzählen.
.PP
Nach Faga Afi ist es nicht weit, ein guter Tagesmarsch nach Süden, über die Berge.
Nachdem sich die Abenteurer für zwei weitere Tage erholt haben, machen sie sich
dürftig bekleidet auf den Weg dort hin. Im Hauptort der Insel angekommen werden
sie von ihren Familien und Verwandten aufgenommen, sie erfahren von der Trauer
des Dorfvorstehers Iakopo Latu. Er grämt sich wegen seiner Tochter, die in
Unwürde gestorben ist. Die Berichte von den Kuttenträgern machen allen Sorge.
Wo kommen sie her? Es braut sich schlechte Stimmung zusammen.
.I Bendai
die
Nachbarinsel! Den Leuten dort konnte man noch nie trauen. Alles Schlechte kommt
von Bendai!
.Au lkh
.LP
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