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.H1
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Schiffbruch
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.2C
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Tiana hat bei Tusila ein gutes Wort für ihren Bruder eingelegt. Timo hat sich
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bewährt, hat gezeigt, dass er ein exzellenter Speerwerfer ist, und im Sinne der
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Gemeinschaft handelt. Tusila nimmt ihn in ihre Miliz auf, und Timo (vormals NSC, jetzt
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Kämpfer, Stufe 1) trainiert in den nächsten Tagen intensiv mit seinen neuen
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Waffenbrüdern.
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Nach den nächtlichen Erlebnissen sehnen sich Levi und Timo nach göttlicher
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Führung. Sie beschließen zum Vulkan
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.I "Fai Lalolagi"
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zu reisen. Timo denkt,
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dass er dort vielleicht ein besonderes Erz finden könnte, was er in seinem
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nächsten Werkstück verarbeiten möchte. Der schlaue Tapu Fuga
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schließt sich den beiden an,
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ebenso wie Iosua Aseata (NSC), und zwei Kämpfer aus Tusilas Miliz, der
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schmächtige Enele Seko (NSC) und Ulasi Pule (NSC).
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Mit einem geliehenen Auslegerkanu stechen sie in See, und segeln bei mildem
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Südwind ostwärts, immer an der Nordküste
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.I Galteis
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entlang. An den ersten Tagen beobachten sie von weitem Delfine,
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nächtliches Meeresleuchten und Flugsaurier, die bedenklich nahe heran kommen.
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Am dritten Tag werden sie im Morgengrauen von Iosua geweckt. Das Meer tost, ist
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aufgepeitscht wie ein Hexenkessel. Doch es ist kein Sturm. Mit weichen Knien
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beobachten Sie, wie zu allen vier Seiten die riesigen Panzer von vier
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Drachenschildkröten auftauchen. Es ist, als würden kleine Inseln durch die
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kochende See ostwärts an ihnen vorbei schwimmen. Was folgt ist eine Serie von
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Rettungswürfen …
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Levi, Timo und Enele gehen über Bord, Tapu versucht mit den zwei anderen das
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Boot irgendwie zu wenden und unter Kontrolle zu bringen. Levi wird auf dem
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Panzer einer der Schildkröten aus dem Wasser gehoben, fast zehn Meter über die
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Wasseroberfläche. Er versucht sich mit seinem Seil an einem alten
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ausgeblichenen Baumstamm zu sichern, der sich in den Furchen der riesigen
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Knochenplatten auf dem Rücken der Schildkröte verklemmt hat. Doch dann bemerkt
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er, wie das Tier wieder beginnt zu tauchen. Mit dem Mut der Verzweifelung
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beginnt er nach hinten zu rennen. Vielleicht kann er unter dem Rand des Panzers
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irgendwo eine Stelle finden, unter der sich eine Luftblase fangen würde, wenn
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die Schildkröte taucht? (o.k., sagt der Spielleiter, 5% Chance, mit einer
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.I "natural twenty"
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klappt das). Keine Chance, Levi fällt erneut ins Wasser und wird
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vom Sog der tauchenden Schildkröte mitgerissen. Er kann nicht sehen, wie etwa
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dreißig Meter vor ihm das Boot mit dem tauchenden Schildkrötenpanzer
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kollidiert, und in tausend Stücke zerissen wird.
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Irgendwann kommt das Meer zur Ruhe. Die Schildkröten sind weg. Die sechs
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Schiffbrüchigen halten sich an Holzplanken fest. Ihre Ausrüstung müssen sie
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aufgeben und im Meer versinken lassen. Sonst haben sie keine Chance. Bis zur
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Küste sind es ungefähr sieben Meilen.
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Sie schwimmen den restlichen Tag südwärts so gut sie können, irgendwie auf die
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Insel zu. Sie benutzen die Reste ihres Bootes als Schwimmhilfen. Enele ist
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blass, sagt er kann nicht mehr. Timo zieht ihn auf eine Planke und nimmt ihn
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mit. Es geht nur langsam voran. Die Sonne brennt, das Salz macht ihnen zu
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schaffen. Spät, als es dämmert bemerkt Tapu, dass Enele nicht mehr atmet. Doch
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Timo will nicht aufgeben, er wird seinen Gefährten an Land bringen … allen
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schwinden die Sinne.
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Am nächsten Morgen werden die Abenteurer wach, sie können sich kaum rühren,
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liegen irgendwo im Sand. Alles ist salzig, in der Nähe ist Meeresrauschen. Es
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riecht nach Feuer. Eine fremde Stimme singt ein Bestattungsritual. Enele ist
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auf dem Weg in die Nachwelt … übermächtige Müdigkeit.
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Levi, Timo, Tapu, Iosua und Ulasi sind an einen kleinen unscheinbaren Strand an
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der Nordküste Galteis gespült worden. Hier wohnen drei Fischerfamilien.
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Mataio Nanai lässt sich die Geschichte der Abenteurer erzählen.
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Nach Faga Afi ist es nicht weit, ein guter Tagesmarsch nach Süden, über die Berge.
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Nachdem sich die Abenteurer für zwei weitere Tage erholt haben, machen sie sich
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dürftig bekleidet auf den Weg dort hin. Im Hauptort der Insel angekommen werden
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sie von ihren Familien und Verwandten aufgenommen, sie erfahren von der Trauer
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des Dorfvorstehers Iakopo Latu. Er grämt sich wegen seiner Tochter, die in
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Unwürde gestorben ist. Die Berichte von den Kuttenträgern machen allen Sorge.
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Wo kommen sie her? Es braut sich schlechte Stimmung zusammen.
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.I Bendai
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die
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Nachbarinsel! Den Leuten dort konnte man noch nie trauen. Alles Schlechte kommt
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von Bendai!
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.Au lkh
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.LP
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